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Die Wandmalereien in der Dörnberger Kirche: Der Teufel

Beeindruckende Wandmalereien mit Heiligengeschichten und biblischen Szenen zieren den 1509 eingeweihten Chorraum der Dörnberger Kirche. Sie sind in Nordhessen einmalig wegen ihrer ungewöhnlich lebendigen Form und Gebärdensprache.
 
Ein wenig ungläubig und irritiert begegnen wir an einer zentralen Position hinter dem Altar – dem Teufel. „Die Darstellung des Teufels mit einer armen Seele im Gepäck wirft besonders viele Fragen auf“, so die Zierenberger Kunsthistorikerin Dr. Vera Leuschner im neuen Dörnberger Kirchenführer mit dem Titel „500 Jahre Chorraum“.
 
Sie steuert zwar neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazu bei, was es mit dem dudelsackspielenden Musikanten in der Kiepe des Teufels auf sich haben könnte. Aber auf die Frage, wie und warum er hier überhaupt einen Platz finden konnte, lautet ihre Antwort zur Zeit noch: „Wir wissen es nicht und müssen weiter forschen!“
 
 
 
Lesehinweis:
 
500 Jahre Chorraum. Dörnberger Kirchenführer. Habichtswald: Evangelische Kirchengemeinde Dörnberg 2009
 
Beisheim, Joh., Wilke, Arno: Dörnberger Glaubensbilder. Kassel: Ev. Landeskirche Kurhessen-Waldeck 2000