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 Wilhelm Phillip Daniel Schulz
 
W.Ph.D. Schulz, der später in Spanien mit Vornamen „Guillermo“ genannt wird,
wurde am 6. März 1805 in einem der Wohnhäuser des Karlsberger Kohlenwerks im Habichtswald geboren. Sein Vater war damals als Obersteiger tätig.
 
Die Zechenhäuser gehörten zum Dorf Dörnberg und deshalb wurde er auch hier in der Kirche getauft, später konfirmiert und besuchte die Volksschule am Ort. Weil Wilhelm Schulz im unmittelbaren Bereich des Bergwerks aufwuchs, war er schon von Kindheit an mit dem Bergbau vertraut.
 
Deshalb nahm er nach dem Besuch des Gymnasiums in Kassel ein Studium der Naturwissenschaften und der Bergbaukunde in Göttingen auf. Im Jahr 1826 folgte er einem Angebot aus Spanien, übernahm dort die ersten Forschungsaufträge und wurde bereits mit 25 Jahren spanischer Regierungsbeauftragter für das Bergwerkswesen. Er blieb in seiner neuen Wahlheimat bis zu seinem Tode.
 
In den folgenden Jahrzehnten war er in den unterschiedlichsten Funktionen (so als Bergbaubeamter, Wissenschaftler, Geologe und Kartograph) äußerst erfolgreich tätig und wurde mit spanischen Auszeichnungen und Orden „hoch dekoriert“.
 
Er blieb aber zeitlebens der bescheidene Mensch aus dem Habichtswald seiner Kindheit und Jugend, auf dessen Grabstein in Aranjuez bei Madrid die Worte stehen:
„Hier ruhen die sterblichen Überreste des Don Guillermo Schulz, Generalinspekteur der Bergwerke. Er war unermüdlich um das Gemeinwohl bemüht, zur Unterstützung von Freunden und Bekannten und zur Hilfe für die Bedürftigen stets bereit. Er starb arm, aber schuldenfrei, im Alter von 72 Jahren am 1.August 1877.“