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Der Kunst(stoff)rasen im Bergstadion von Dörnberg
 
Neben dem Erlebnisbad in Ehlen ist das Bergstadion in Dörnberg mit seinem modernen Kunst(stoff)rasenplatz zu Recht eines der sportlichen Vorzeigeobjekte der Gemeinde Habichtswald.
 
Man muss schon gut hinsehen, um den Unterschied zum Naturrasen zu merken, denn die sattgrünen Plastikhalme sehen verblüffend echt aus und fühlen sich auch beinahe so an.   
 
Damit hatte der Kunstrasen, der seit 1990 die Spielfläche im Bergstadion bedeckt hatte, zum Schluss wirklich keine Ähnlichkeit mehr, denn er war knochenhart geworden und sah grau und verschlissen aus wie ein alter Teppich. 
 
Als die neue Anlage im September 2006 nach 2 Monaten intensivster Bauzeit und Kosten von 340 000 Euro eröffnet wurde, waren für die über 7000 Quadratmeter große Fläche insgesamt 700 Tonnen Schotter, 160 Tonnen Quarzsand und 35 Tonnen Gummigranulat verbaut worden.
 
Die politischen Gremien der Gemeinde Habichtswald hatten vorher gut nachgerechnet: Dem relativ hohen Anschaffungspreis stehen in der Regel niedrige Instandhaltungskosten gegenüber, pro Quadratmeter nur ein Euro pro Jahr, während ein Naturrasen mit 3,70 Euro veranschlagt wird. Bei einer Lebensdauer von 15 Jahren rechnet sich das natürlich.
 
Aber auch die sportliche Seite kann überzeugen. „Man federt beim Laufen fast so wie auf einem Waldboden“ begeistert sich Frank Dauber, der FSV-Vorsitzende. „Und wer den gepflegten Flachpass liebt, kann seine technischen Fähigkeiten voll ausspielen, weil der Ball hier einfach flotter unterwegs ist“.
 
Dass ihre Enkel einmal an der Spitze einer solchen technischen Entwicklung stehen würden, hätten sich die Dörnberger Fußballer, die in den 20er Jahren und in der Nachkriegszeit noch auf privaten Wiesen kicken mussten und dann später auch vernutzte Rasen- und gefährliche Hartplätze bespielten, sicherlich nicht träumen lassen.
 
 
Weitere Informationen
 
<http://www.fsvdoernberg.de/fsvdoernberg.nsf/content/2006_kunstrasen>