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Gut Bodenhausen
 
Das Gut Bodenhausen liegt unmittelbar an der Straße, die von Ehlen nach Zierenberg durchs Warmetal führt. Die Perspektive unseres Fotos ist in zahlreichen Bildbänden und Prospekten zu finden, in denen zu Recht von einem baulichen „Kleinod“ geschwärmt wird.
 
Aber nicht nur Touristen und Kunstbegeisterte, auch die Bewohner des oberen Warmetales sind von der Gutsanlage sehr beindruckt, denn ihr attraktives Bild prägt sich gerade beim häufigen Vorbeifahren gut ein.
 
Zum ersten Mal wird „Botinhusun“ urkundlich 1084/1088 als Wirtschaftshof erwähnt, der dem Kloster Hasungen geschenkt wurde. Nach dem Ende des Dreißigjährigen
Krieges wurde Bodenhausen völlig neu erbaut. Das nunmehr sehr repräsentative Landgut wurde seither verwandtschaftlich weitervererbt und kam so 1848 in den Besitz der Familie von Mansbach, die es auch heute noch bewohnt.
 
Die Gutsanlage ist zwar nicht öffentlich zugänglich, aber auch von der Straße her gut einsehbar. Das gilt vor allem für das imposante Torhaus, aber auch ein Blick auf die schmucke kleine Schmiede und, durch den Torbogen hindurch, auf das im aufwändigen Fachwerkstil gebaute Herrenhaus lohnt sich.
 
Das Torhaus wurde von dem inzwischen verstorbenen Denkmalpfleger und Kunsthistoriker Heribert Müller in liebevoller Arbeit wieder instand gesetzt und gehört zu den eindrucksvollsten baulichen Kunstdenkmälern Nordhessens.
 
 
 
Lesehinweis:
 
Vogt, Christina: Gut Bodenhausen. In: Herrenhäuser. Schlösser, Burgen, Gutshöfe.
Kassel: Verlag M. Faste 2003
 
Eckhardt, Wilhelm A.: Der Hasunger Klosterhof Bodenhausen. In: Hess. Jahrbuch für Landesgeschichte, Jg. 1993, S. 237-248